22.02.18 10:28 Alter: 144 days

„Gemeinsam Grenzen überwinden“

VON: SP/WH

Schüler des Lycée Georges Imbert aus Sarre-Union zu Besuch

am Standort Wörth der Berufsbildenden Schule (BBS) Germersheim/Wörth


Gemeinsamer Unterricht in der KFM 17


Gemeinsames Essen im "bbs-bistro"


In der Lehrwerkstatt bei der Daimler AG Wörth


Virtuelles Lackieren in der Daimler AG Wörth

 

Schüler, im Alter zwischen 16 und 18 Jahren, die an der Schule „Lycée Georges Imbert“, im Elsass eine schulische Ausbildung in den Bereichen Kesselbau, Elektronik, Instandhaltung und Wartung absolvieren, statteten zusammen mit ihren beiden Lehrkräften, Cathy Brücker und Lucien Anthony, ihrer neuen Partnerschule in Wörth einen ersten Besuch ab. In entspannter Atmosphäre wurde den Gästen zunächst ein Überblick über das vielfältige und transparente Schulsystem an Berufsbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz vermittelt. Die Vorzüge des dualen Ausbildungssystems – in dieser Form in Frankreich nicht eingeführt – vermittelte sehr einfühlsam und überzeugend der Initiator der Partnerschaft, StD Dietmar Wehrmaker. Die duale Ausbildung bildet in Deutschland die Grundlage für den Einstieg ins Berufsleben und wird weltweit als vorbildhaft und wirkungsvoll angesehen, im Bemühen Jugendarbeitslosigkeit zu vermeiden.

 

Gerade in der Unterschiedlichkeit der Ausbildungssysteme liegt die Chance für eine Kooperation der beiden Schulen: Schüler/-innen aus den grenznahen französischen Gebieten für eine Ausbildung in Deutschland sensibilisieren und interessieren. Sie sollen ermutigt werden, ihre Kenntnisse in der deutschen Sprache zu pflegen und evtl. für eine Ausbildung in der Pfalz zu nutzen. Für die Betriebe auf der deutschen Seite der Grenzregion bestünde so die Chance, neue Fachkräfte zu gewinnen. Die Europaregion Oberrhein könnte durch das gegenseitige Überwinden von Sprach- und Verwaltungsgrenzen zu einer gemeinsamen wirtschaftlichen und kulturellen Stärke finden.

Für die jungen Männer aus dem Elsass bedeutete dies an diesem Tag, am Beispiel des Ausbildungsberufs Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker (KFM), die beiden Lernorte der Ausbildung, nämlich Schule und Betrieb, kennenzulernen. In einer gemeinsamen Gruppenarbeit mit ihren deutschen Partnerschülern der Berufsschulklasse KFM17 – alles Auszubildende des Daimler-Werkes Wörth –, erarbeiteten sie sich fachtheoretische Grundlagen am Beispiel der Reparatur eines Maschinenbauteiles, unter Anleitung des Klassenlehrers, StR Steffen Lallmann.

 

Das Mittagessen nahmen die Gäste aus dem Elsass und die gastgebenden Schüler der KFM17 anschließend gemeinsam im schuleigenen „bbs-bistro“ ein. Die Schüler/-innen dieser BVJ-Produktionsklasse hatten für den Besuch ein leckeres Essen gekocht.

 

Am Nachmittag schloss sich ein Besuch in der Lehrwerkstatt des Daimler-Werkes Wörth an. Die Schüler der KFM17 zeigten ihren Kollegen aus dem Elsass, wie sie mit Projektaufgaben, z. B. dem Bau eines Unimog-Modells, den praktischen Umgang mit Materialien, Werkzeugen und Maschinen in ihrem Betrieb, dem zweiten Lernort im dualen Ausbildungssystem, erlernen. Dabei kam auch eine virtuelle Lackiererei zum Einsatz.

 

Mit vielen Eindrücken, die am Schluss durch die Besichtigung von nagelneuen Actros-LKWs noch zusätzlich verstärkt wurden, konnten sich die Schüler aus dem Elsass auf den Rückweg nach Sarre-Union begeben.


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